Benchmark

Funktionieren Creator-Videos mit Sprache besser als Videos mit Musik?

4,2×
Sprache gegenüber reiner Musik

Deutlich besser. Beiträge, in denen hörbar ein Mensch spricht, erreichen 0,74 Prozent Resonanz, Beiträge mit reiner Musikspur 0,18 Prozent. Das ist Faktor 4,2, gemessen an 896 Beiträgen mit auswertbarer Tonspur. Es ist der einfachste Hebel im gesamten Report, weil er nichts kostet außer der Entscheidung, den Ton selbst zu füllen.

Resonanz nach Tonspur

0,74%
Jemand spricht
289 Beiträge
gegen
0,18%
Nur Musik
607 Beiträge
4,2×
Abstand

Die Sprach-Leiter: Haltung im Beitrag

Haltung im BeitragBeiträgeAccountsResonanz
1. Ich erkläre dir etwas91251,21%
2. Ich nehme dich mit210390,54%
3. Ich zeige dir mein Outfit65320,45%
4. Ich nutze einen Trend-Sound22100,37%
5. Ich poste nur Hashtags1250,23%
6. Ich lege Musik über Bilder29220,15%
7. Wir fahren eine Kampagne45220,04%

Die Gruppen entstanden über nichtnegative Matrixfaktorisierung einer TF-IDF-gewichteten Wortmatrix. Das Verfahren sieht ausschließlich Text, keine Followerzahlen, Resonanzwerte oder Nischen. Erst danach wurde die Resonanz je Gruppe berechnet. Die Gruppen überlappen in ihrer Streuung, die Reihenfolge ist deutlich, aber nicht jede benachbarte Stufe trennscharf.

Einordnung

In der stärksten Gruppe stammen 87 von 91 Beiträgen von Creatorn. Das Muster wiederholt sich: erst ein konkretes Problem oder eine echte Frage, dann eine Erklärung, und erst danach das Produkt.

Konkrete Preise verstärken den Effekt: Beiträge, in denen ein Preis, ein Rabatt oder Geld vorkommt, erreichen 1,48 Prozent gegenüber 0,25 Prozent. Basis sind allerdings nur 51 Beiträge.

Der oft empfohlene Frage-Hook bestätigt sich dagegen nicht: Beiträge mit Fragezeichen kommen auf 0,26 Prozent, Beiträge ohne auf 0,27 Prozent.

Typische Branchenwörter wie look, outfit, perfekt, viral oder fyp laufen unterdurchschnittlich. Wer spricht wie alle, klingt wie alle.

Häufige Fragen

Wie wurde erkannt, ob jemand spricht?
Als Sprache gilt ein Transkript mit Selbstbezeichnung oder direkter Ansprache, etwa ich, wir, ihr, euch, du oder Leute. Beiträge mit reinem Liedtext oder Lauten fallen in die Gegengruppe. Das Verfahren ist grob und kann gesungene Sprache falsch einordnen.
Gilt das auch für Markenaccounts?
Der Effekt ist einer der Gründe, warum Markenaccounts im Report so häufig hinten liegen. In nur 20 Prozent der Markenbeiträge spricht nach diesem Verfahren jemand, bei Creator-Beiträgen sind es 34 Prozent.
Reicht es, einfach ein Voiceover darüberzulegen?
Die Daten zeigen den Effekt für hörbar gesprochene Inhalte, nicht für eine bestimmte Produktionsform. Die stärkste Gruppe erklärt allerdings konkret etwas, statt nur zu sprechen. Sprache ohne Inhalt ist in der Leiter nicht die Spitze.