Methodik und Grenzen

So messen wir.

Ein Report ist nur so gut wie seine Definitionen. Diese Seite gilt für alle Ausgaben und wird fortgeschrieben, sobald sich etwas am Verfahren ändert.

Median
statt Durchschnitt
15
Beiträge je Account
0
Stories und DMs
CC BY
Zitieren erlaubt

Datenbasis

Je Ausgabe wird eine Nische vollständig neu vermessen. Für die Ausgabe 09/2026 waren das 125 deutschsprachige Mode- und Beauty-Accounts, alle am 24. August 2026 komplett neu erfasst, sowie 1.672 öffentliche Beiträge mit Einzelanalyse.

Ausgewertet werden ausschließlich öffentlich zugängliche Beiträge. Keine Stories, keine Direktnachrichten, keine Audience-Daten, keine Daten aus geschützten Bereichen.

Was Resonanz bedeutet

Resonanz ist die Summe aus Likes und Kommentaren, geteilt durch die Followerzahl, angegeben in Prozent. Ein Wert von 1 Prozent bedeutet: Auf hundert Follower kommt rechnerisch eine sichtbare Reaktion.

In der Branche entspricht das der Engagement Rate. Wir nennen es Resonanz, weil der Report konsequent zwischen zwei Dingen trennt: Reichweite beschreibt, wie viele Menschen einen Beitrag sehen könnten. Resonanz beschreibt, ob etwas zurückkommt.

Warum Median statt Durchschnitt

Bei Account-Vergleichen berichten wir den Median, weil virale Ausreißer Durchschnittswerte massiv verzerren. „Typisch“ ist der Median der letzten 15 Beiträge, „Spitze“ der beste Beitrag im Messfenster.

Der Spitzenwert liegt im Median 6,5-mal so hoch wie der typische Wert und taugt deshalb schlecht zur Planung. Genau deshalb steht in unseren Ranglisten immer beides nebeneinander.

Wie Segmentwerte entstehen

Die Segmentzahlen folgen dem Branchenstandard: je Account der Durchschnitt über 15 Beiträge, über die Accounts eines Segments hinweg dann der Median. Deshalb können Segmentwerte über den typischen Werten einzelner Accounts liegen.

Ein Sub-Markt wird erst ab ausreichender Fallzahl eigenständig berichtet. Bei Themen und Gruppen steht die Fallzahl immer daneben.

Wie die Sprachgruppen entstanden sind

Die Sprach-Leiter basiert auf nichtnegativer Matrixfaktorisierung einer TF-IDF-gewichteten Wortmatrix über die Transkripte. Das Verfahren sieht ausschließlich Text: keine Followerzahlen, keine Resonanzwerte, keine Nischen.

Erst nachdem die Gruppen entstanden waren, wurde die Resonanz je Gruppe berechnet und die Beiträge wurden gelesen. Die Benennung der Gruppen ist unsere Interpretation. Die Gruppen überlappen in ihrer Streuung, die Reihenfolge ist deutlich, aber nicht jede benachbarte Stufe ist trennscharf.

Wie „jemand spricht“ erkannt wurde

Als Sprache gilt ein Transkript mit Selbstbezeichnung oder direkter Ansprache, etwa ich, wir, ihr, euch, du oder Leute. Beiträge mit reinem Liedtext oder Lauten fallen in die Gegengruppe.

Das Verfahren ist bewusst grob und kann gesungene Sprache falsch einordnen. Es eignet sich für Vergleiche zwischen großen Gruppen, nicht als Urteil über einen einzelnen Beitrag.

Sponsoring und Namen

Die Sponsoring-Erkennung ist eine KI-Einschätzung und kein Rechtsbefund. Plattformseitige Labels wie „Bezahlte Partnerschaft“ liegen nicht vollständig vor, die gemessene Kennzeichnungsquote ist deshalb eine Untergrenze.

Positive Befunde werden namentlich genannt. Negative Befunde über natürliche Personen nicht. Markenaccounts können benannt werden, weil dahinter Unternehmen stehen.

Weitere Rechenregeln

Ein Wert von null bedeutet „nicht gemessen“ und nicht „kein Engagement“. Solche Accounts fließen nicht in Auswertungen ein.

Werte über 100 Prozent aus einzelnen viralen Beiträgen werden ausgeschlossen. Themen- und Markentabellen beruhen teilweise auf kleinen Samples und sind als Signal zu lesen, nicht als Beweis.

Grenzen

Was diese Daten ausdrücklich nicht können.

Wir schreiben die Grenzen bewusst genauso prominent auf wie die Ergebnisse. Wer die Zahlen weiterverwendet, sollte diese Liste kennen.

  • Keine belastbaren Zeitverläufe in der ersten Ausgabe. Die letzten 15 Beiträge decken je Account sehr unterschiedliche Zeiträume ab. Ab der zweiten Ausgabe vergleichen wir Messung gegen Messung.
  • Keine Kausalität. Der Report zeigt Zusammenhänge in einem Datensatz, keine bewiesenen Ursachen. Formulierungen wie „hängt zusammen mit“ sind wörtlich gemeint.
  • Keine Aussage über Verkäufe. Gemessen wird sichtbare Reaktion auf öffentliche Beiträge, nicht Abverkauf, Markenerinnerung oder Kaufabsicht.
  • Keine Vollerhebung des Marktes. Eine Ausgabe deckt eine Nische ab, nicht den gesamten deutschsprachigen Creator-Markt.
  • Kein Rechtsbefund. Weder die Sponsoring-Erkennung noch die Kennzeichnungsquote ersetzen eine juristische Prüfung.
Zitieren

Die Ergebnisse dürfen weiterverwendet werden.

Die Zahlen stehen unter CC BY 4.0. Nutzung ist erlaubt, auch kommerziell, solange die Quelle genannt wird.

Quellenangabe

VIBEFISH Creator Report 09/2026 (Mode & Beauty), Messstand 24. August 2026. vibefish.ai/research

Fertige Zitate für Redaktionen
Häufige Fragen
Wie oft erscheint der Report?
Monatlich. Jede Ausgabe vermisst eine Nische des deutschsprachigen Creator-Markts vollständig neu. Einmal im Jahr fasst ein Jahrbuch alle Ausgaben zusammen und zeigt die Verläufe.
Darf ich Zahlen aus dem Report zitieren?
Ja. Die Ergebnisse stehen unter CC BY 4.0. Bitte nenne als Quelle „VIBEFISH Creator Report“ mit Ausgabe und Messstand und verlinke auf die jeweilige Seite.
Werden personenbezogene Daten verarbeitet?
Ausgewertet werden ausschließlich öffentlich zugängliche Beiträge und Profilangaben. Es werden keine Audience-Daten, keine Stories und keine Direktnachrichten verarbeitet. Negative Einzelbefunde über natürliche Personen werden nicht veröffentlicht.
Kann ich eine Nische vorschlagen?
Ja. Themenwünsche für kommende Ausgaben gehen an oleg.seifert@vibefish.ai. Der Redaktionsplan steht auf der Research-Startseite.

Methodische Rückfragen gehen an oleg.seifert@vibefish.ai.