Wie viel Markenpräsenz bei Creatorn ist wirklich verdient?
21 Prozent. So hoch ist der Anteil der Fremdmarken-Nennungen in Creator-Beiträgen, die ohne erkennbares Sponsoring-Signal entstehen. Diese Earned Mention Rate trennt gekaufte Präsenz von verdienter Relevanz. Die Unterschiede zwischen einzelnen Marken sind erheblich.
Markennennungen und ihr organischer Anteil
| Marke | Nennungen | davon organisch |
|---|---|---|
| ZARA | 3 | 67% |
| adidas | 7 | 57% |
| L’Oréal Paris | 4 | 50% |
| Sézane | 3 | 33% |
| H&M | 4 | 0% |
| SHEIN | 7 | 0% |
Kleine Fallzahlen. Als Signal zu lesen, nicht als Beweis für einzelne Marken. Die Markenaccounts im Pool sind international, Aussagen beziehen sich auf große internationale Modehäuser und nicht speziell auf den deutschen Handel.
Einordnung
SHEIN ist der meistgenannte Modename im Pool. Keine einzige dieser sieben Nennungen kam ohne Sponsoring-Signal zustande.
Bei adidas ist mehr als die Hälfte der Nennungen organisch. Das ist der Unterschied zwischen gekaufter Präsenz und verdienter Relevanz.
Wer nur gekaufte Nennungen hat, mietet seine Relevanz. Eine starke Marke wird Teil der Gespräche, die ohnehin stattfinden.
Häufige Fragen
- Was ist eine Earned Mention?
- Eine Markennennung in einem Creator-Beitrag, bei der kein Sponsoring-Signal erkennbar ist. Also eine Erwähnung, für die die Marke nach den vorliegenden Signalen nicht bezahlt hat.
- Warum sind die Fallzahlen so klein?
- Die Auswertung beruht auf einzeln gelesenen Beiträgen einer Nische in einem Messfenster. Für einzelne Marken ergeben sich daraus wenige Nennungen. Die Kennzahl selbst ist trotzdem relevant, weil sie in Standard-Dashboards praktisch nie auftaucht.
- Wie lässt sich die Kennzahl für die eigene Marke nutzen?
- Als zusätzliche Zeile im Reporting: Wie viel der eigenen Creator-Präsenz entsteht ohne Gegenleistung? Ein hoher Anteil deutet auf tatsächliche Markenrelevanz hin, ein Anteil nahe null auf gemietete Sichtbarkeit.